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Red Ants schaffen das Break

12.03.2018 16:52:49

In einem erneut engen Duell setzten sich die Red Ants bei Skorpion Emmental in den Schlussminuten mit 4:3 durch. Am kommenden Samstag können die Winterthurerinnen den Sack zumachen und in den Halbfinal einziehen.

 

Die Red Ants stiegen in der Defensive personell verändert in die zweite Partie der Playoff-Viertelfinalserie gegen Skorpion Emmental. Jael Koller fiel krank aus, dafür war Marjut Mäkelä zurück – die Finnin war mehrere Wochen beruflich an den Olympischen Spielen in Südkorea beschäftigt gewesen. Ellenor Bengtsson wurde in die Abwehr beordert, während für die zu Dietlikon abwandernde Schwedin im dritten Sturm die Juniorin Melea Brunner zum Einsatz kam. Vielleicht lag es an diesen Umstellungen, dass die Red Ants zu Beginn noch nicht ganz sortiert waren, was den Gastgeberinnen schon nach 26 Sekunden den Führungstreffer ermöglichte. Dies wurde aber als Weckruf verstanden. Alexandra Frick gelang in der 4. Minute der Ausgleich und Verteidigerin Tanja Bühler legte noch im Startdrittel mit dem Führungstreffer nach. In der Folge blieben die Winterthurerinnen in der im Vergleich zum Auftaktduell offener geführten Begegnung spielbestimmend und wiesen ein leichtes Chancenplus auf. Nach einem Konter kurz vor der zweiten Pause der intensiven Playoffpartie fing trotzdem wieder alles von vorne an, nachdem Lara Kipf für die Bernerinnen ausgeglichen hatte. Nach 55 Sekunden des letzten Abschnitts folgte der nächste unfreiwillige Personalwechsel bei den Red Ants, als Torhüterin Nicole Heer mit einer Fingerverletzung ihren Kasten räumen musste. Skorpion nutzte die Unruhe auf Winterthurer Seite zum erneuten Führungstreffer, nur 30 Sekunden später war die kalt ins Spiel gekommene Martina Fauser bereits bezwungen. Es sollte aber der letzte Gegentreffer bleiben.

 

Scheidegger öffnet die Tür

„Wir haben Charakter gezeigt, den Erfolg gesucht und den Gegner zu Fehlern gezwungen“, beschrieb Red-Ants-Coach Lukas Eggli nach Spielschluss die heftige Reaktion auf diesen zweiten Rückstand. Vor allem die erste Formation tat sich dabei im Schlussdrittel erfolgreich hervor – es war kein Zufall, dass Géraldine Rossier in der 48. Minute von einem Fehlpass profitierte und für den Ausgleich verantwortlich zeichnete. Nach etwas Glück – die Bernerinnen trafen nur die Latte – sorgte Rossiers Linienkollegin Margrit Scheidegger in der 58. Minute für die Entscheidung zum 3:4. Der einmal mehr knappe Sieg öffnet den Red Ants die Tür zum Halbfinal weit, schon am kommenden Samstag können sie im nächsten Heimspiel die Best-of-5-Serie für sich entscheiden. Aber Achtung – in der letzten Saison verloren die Winterthurerinnen in der exakt gleichen Ausgangslage in Oberseen und mussten letztlich gegen die Skorps über die volle Distanz gehen. „Der dritte Sieg ist immer der schwierigste“, sagte denn auch Lukas Eggli, im Wissen darum, dass dies in den Playoffs mehr als eine Floskel ist. In einem Duell zweier Teams, die in den letzten 14 Begegnungen 13 Mal nur durch ein Tor getrennt waren, kann von einer Vorentscheidung ohnehin noch nicht gesprochen werden.    

 

 

 

Skorpion Emmental Zollbrück – Red Ants Rychenberg 3:4 (1:2, 1:0, 1:2)

Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 183 Zuschauer. SR Friemel/Hasselberg.

Tore: 1. (0.26) Beer (Liechti) 1:0. 4. Frick (Dahlin) 1:1. 15. Bühler (Frick) 1:2. 39. Kipf (Buri) 2:2. 42. Krähenbühl (Walther) 3:2. 48. Rossier (Mäkelä) 3:3. 58. Scheidegger (Cattaneo) 3:4.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück. keine Strafen gegen Red Ants.

Skorpion Emmental: Limacher; Liechti, Rindisbacher; Grundbacher, Berger; Stettler, Rothenbühler; M. Buri; Kuratli, Beer, Brechbühl; Krähenbühl, Walther, Baumgartner; Maurer, Arm, Kipf; C. Buri.

Red Ants: Heer (ab 41. Fauser); Mäkelä, Timmel; Bengtsson, Bühler; Krähenbühl, Tanner; Rossier, Cattaneo, Scheidegger; Dahlin, Frick, Chalverat; Brunner, Mattle, Dierks.

Bemerkungen: Red Ants ohne J. Koller (krank) und Bösch (verletzt).




 


 

 

 

 

 

 

         

         

 

 

 

 

 

 

 

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