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Leinen los

25.09.2017 12:49:16

In den letzten Jahren gewöhnte sich das Publikum an Fussballresultate, wenn die Red Ants in Oberseen ans Werk gingen. Viel Taktik, Kontrolle und Konzentration auf die Defensive lautete in der Regel das Motto, das Spektakel blieb oft auf der Strecke. Unter dem neuen Trainer Lukas Eggli haben die Winterthurerinnen einen offensiveren Weg eingeschlagen, der alle drei Blöcke umfasst. Gegen Aufsteiger Berner Oberland führte dieser Weg schon im Startdrittel zu sechs Treffern. Ein provoziertes Eigentor, Weitschüsse, Präsenz und Arbeit im Slot, viel Tempo, einige gelungene Kombinationen – die Red Ants kamen auf alle erdenklichen Arten zum Erfolg. Manchmal war auch etwas Glück dabei, nicht jedes Tor konnte der Kategorie „zwingend“ zugeordnet werden. Aber dass sich nach dem etwas ruhigeren Mitteldrittel im letzten Abschnitt die Torflut fortsetzte, zeigt die neue Ausrichtung des Teams. „Wir werden wohl auch mehr Gegentreffer erhalten, da wir den Gegnerinnen mehr Räume als bisher zugestehen – aber es macht richtig Spass, so zu spielen“, zieht Captain Céline Chalverat eine erste Bilanz. Ihre drei Treffer – alle von der Schwedin Ellenor Bengtsson vorbereitet – gehörten zu den schönen Exemplaren. Im Sommer hatte sich Chalverat noch mit Rücktrittsgedanken beschäftigt, nun ist sie froh, weiter an Bord zu sein. „Ich bin weniger die Taktikerin oder Technikerin. Mir tut es gut, viel laufen zu können. Und dass die Torproduktion jetzt auf mehrere Schultern verteilt ist, befreit mich auch von einem gewissen Druck“, sagt sie mit einem breiten Lachen im Gesicht, wie es letzte Saison kaum noch zu sehen war.

 

Piranha Chur als Gradmesser

Die Gäste versuchten es mit den Klassikern, erst mit einem Time-Out und dann mit einem frühen Torhüterinnenwechsel. Doch sie fanden kein Mittel, um die Red Ants zu bremsen, die auf dem ganzen Feld Druck erzeugten und physisch deutlich überlegen waren. Wie Chalverat glänzte auch Neuzugang Géraldine Rossier mit drei Treffern. Die Internationale, im Startspiel gegen die Wizards noch in der dritten Formation eingesetzt, rückte in den ersten Sturm vor und zeigte erstklassige Qualitäten im Abschluss. Aber auch die insgesamt drei Treffer durch Verteidigerinnen – mit Tabitha Koller war eine zweite Neuerwerbung erfolgreich – liessen das Skore letztlich mit 12:3 so deutlich ausfallen wie nie mehr in den letzten fünf Jahren. Die Berner Oberländerinnen, in der ersten Runde immerhin mit einem Sieg in die Saison gestartet, waren mit dem NLA-Tempo überfordert und darum noch kein echter Gradmesser für die neue Ausrichtung der Red Ants. Mit Piranha Chur wird diesbezüglich am kommenden Sonntag ein anderer Gegner nach Winterthur reisen. Doch ein Anfang ist gemacht. „Für die 18 Tore, die wir in den ersten beiden Partien erzielt haben, hätten wir letzte Saison fünf Runden benötigt“, fasste Chalverat das Geschehen zusammen.

 

Red Ants Rychenberg – Unihockey Berner Oberland 12:3 (6:1, 1:1, 5:1)

Oberseen, Winterthur. 165 Zuschauer. SR Ardielli/Bearth.

Tore: 2. Eigentor 1:0. 3. Bühler (Mattle) 2:0. 10. Chalverat (Bengtsson) 3:0. 15. Stettler (Greber) 3:1. 16. Rossier (Scheidegger) 4:1. 20. (19.23) T. Koller (Bösch) 5:1. 20. (19.30) Scheidegger (Mattle) 6:1. 26. Chalverat (Bengtsson) 7:1. 38. Würsten 7:2. 41. Rossier (Frick; Ausschluss Stettler) 8:2. 47. Chalverat (Bengtsson) 9:2. 50. Rossier (J. Koller) 10:2. 50. Timmel (Bengtsson) 11:2. 51. Huovinen (Bösch) 12:2. 55. Greber (Baumann) 12:3.

Strafen: keine Strafen gegen Red Ants. 2mal 2 Minuten gegen Berner Oberland.

Red Ants: Heer; Bühler, J. Koller; Timmel, Dos Santos; Tanner, T. Koller; Mäkelä; Mattle, Rossier, Scheidegger; Frick, Bengtsson, Chalverat; Bösch, Cattaneo, Huovinen.

UH Berner Oberland: Aebi (ab 21. Lobsiger); Eggel, Meer; Törnqvist, Stettler; Egger, Liechti; Piotrowska, Hadorn, Niemelä; Holmberg, Wenger, Würsten; Herzog, Greber, Baumann.

Bemerkungen: 2.24 Time-Out Berner Oberland. 7. Lattenschuss Scheidegger




 


 

 

 

 

 

 

         

         

 

 

 

 

 

 

 

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