Red Ants Rychenberg

Damen-Unihockey

 

aus Winterthur

 

 

Der erste Big Point

04.12.2018 12:17:57

Den Red Ants gelang gegen Skorpion Emmental ein wichtiger 6:4-Heimerfolg. Die drei Punkte gegen die favorisierten Bernerinnen sind keineswegs gestohlen.

 

Zum ersten Mal überhaupt in der laufenden NLA-Saison gewann ein Team aus der unteren Tabellenhälfte gegen eines der Spitzenteams. Die Red Ants schafften dieses Kunststück gegen Skorpion Emmental, obwohl sie schon nach 57 Sekunden in Rückstand gerieten. Selina Tanner und Jael Koller per Freischlag im Powerplay korrigierten dieses frühe Missgeschick noch im ersten Drittel. Als im zweiten Abschnitt Alexandra Frick und Annika Dierks mit einem Doppelschlag gar auf 4:1 erhöhten, rückte der erste Sieg über einen Favoriten näher. Die Red Ants zeigten in Ballbesitz die nötige Geduld und erspielten sich erstaunlich viele Chancen. Dass auch die formstarken Emmentalerinnen zu Möglichkeiten kamen, liess sich nicht vermeiden. Doch entweder passte die aufopfernde Blockarbeit oder die starke Torhüterin Nicole Heer bewahrte ihr Team vor Gegentreffern. Und als die Gäste in der 47. Minute reichlich spät in Überzahl doch auf 4:2 verkürzten, folgte die Reaktion postwendend – Piranha-Zuzug Vivien Kühne gelang rund eine Minute später das 5:2. Nach einem Eigentor zum 6:2 war der Kessel drei Minuten vor Schluss geflickt. Die beiden letzten Tore der Bernerinnen in den Schlussminuten waren nur noch Resultatkosmetik, die Red Ants brachten den Sieg sicher über die Distanz. Diese drei Bonuspunkte sind vor den kommenden Duellen mit den Tabellennachbarn Aergera Giffers und Zug United besonders wertvoll.

 

 

Das Selbstverständnis der Neuen

Die letzte Woche von den Kloten-Dietlikon Jets verpflichtete Sindy Rüegger wurde direkt in die erste Linie beordert, dafür lief Nicole Mattle erstmals in dieser Saison in der zweiten Formation auf. Mit Kühne und Rüegger hat Red-Ants-Coach Lukas Eggli spürbar mehr Spielraum erhalten, auch die Torproduktion lastet nun nicht mehr (zu) einseitig auf den Schultern des ersten Blocks. „Beide bringen das gesunde Selbstverständnis von Spielerinnen aus Spitzenteams mit und wollen sich nun bei uns zeigen“, sagt Eggli über die spätherbstlichen Zuzüge, die im Sommer noch nicht gelingen wollten. Den Sieg über Skorpion Emmental sieht Eggli denn auch als Ergebnis einer starken Teamleistung, auf der es nun aufzubauen gilt. „Ich hoffe, dass wir uns auf dem heute gezeigten Level festigen und dann weitere Schritte vorwärts machen können.“ Noch vor zwei Wochen waren die Red Ants dem gleichen Gegner im Cup auswärts deutlich 1:5 unterlegen. Nun wurde es den Emmentalerinnen „weniger leicht gemacht, Tore zu erzielen“ (Eggli) und gleichzeitig wurde in der Offensive der Weg zum gegnerischen Tor häufiger gefunden. So kann es aus Sicht der Winterthurerinnen in dem kommenden Wochen weitergehen. Mit zwei Siegen vor der Weihnachtspause liesse sich der Abstand zum Strich entscheidend vergrössern.

 

Bericht von Damian Keller

Foto Irène Tschümperlin 

 

Red Ants Rychenberg – Skorpion Emmental Zollbrück 6:4 (2:1, 2:0, 2:3)

Oberseen, Winterthur. 132 Zuschauer. SR Bajoni/Kämpfer.

Tore: 1. (0.57) Brechbühl 0:1. 10. Tanner (Mattle) 1:1. 16. Jael Koller (Brunner; Ausschluss Thomi) 2:1. 31. Frick 3:1. 33. Dierks (Frick) 4:1. 47. Spichiger (Kipf; Ausschluss Mattle) 4:2. 48. Kühne (Mattle) 5:2. 57. Eigentor 6:2. 58. Brechbühl (Krähenbühl) 6:3. 59. Maurer 6:4.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Red Ants. 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental.

Red Ants: Heer; Jael Koller, Krähenbühl; Tabitha Koller, Tanner; Smeds, Mäkelä; Rüegger, Frick, Dierks; Kühne, Brunner, Mattle; Merz, Büchi, Meister.

Skorpion Emmental: Brenner; Berger, Walter; Grundbacher, Rothenbühler; Thomi, Rindisbacher; Kipf, Krähenbühl, Spichiger; Brechbühl, Kuratli, Buri; Bieri, Maurer, Baumgartner.
Bemerkungen: 55. Time-Out Skorps




             

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

 

 

 

 

 

 

 

 

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